Leitfaden zu Werkstoffen und Konstruktion
Welche Metalle sind magnetisch?
Eisen, Nickel und Kobalt sind die bekanntesten Metalle, die von Magneten stark angezogen werden. Auch viele eisenbasierte Legierungen, darunter Kohlenstoffstahl und mehrere Gruppen nichtrostender Stähle, zeigen ein deutliches magnetisches Verhalten.
Die Metallbezeichnung allein reicht jedoch nicht aus. Gefügestruktur der Legierung, Bearbeitungszustand, Bauteildicke, Kontaktfläche und Prüfaufbau können das beobachtete Verhalten beeinflussen.
Aluminium und Kupfer haften normalerweise nicht an einem gewöhnlichen Permanentmagneten. Physikalisch reagieren sie dennoch auf Magnetfelder, aber diese Reaktion ist zu schwach, um sie bei einem üblichen Test mit einem handgehaltenen Magneten wahrzunehmen.
Welche Metalle sind magnetisch? Schnellübersicht
Die folgende Liste magnetischer Metalle beschreibt die typische Reaktion auf einen gewöhnlichen Handmagneten. Sie eignet sich zur Vorprüfung, nicht zur Werkstoffzertifizierung.
| Metall- oder Werkstofffamilie | Wird es normalerweise von einem gewöhnlichen Magneten angezogen? | Wichtige Einschränkung |
|---|---|---|
| Eisen | Ja, stark | Eines der wichtigsten ferromagnetischen Elemente |
| Kohlenstoffstahl und kohlenstoffarmer Stahl | Üblicherweise ja | Die Reaktion variiert je nach Zusammensetzung, Gefüge, Dicke und Zustand |
| Nickel | Ja | Reines Nickel ist bei üblichen Temperaturen ferromagnetisch |
| Kobalt | Ja | Reines Kobalt ist bei üblichen Temperaturen ferromagnetisch |
| Ferritischer nichtrostender Stahl | Üblicherweise ja | Zeigt bei einem Handmagneten üblicherweise eine eindeutige Reaktion |
| Martensitischer nichtrostender Stahl | Üblicherweise ja | Normalerweise ferromagnetisch |
| Nichtrostender Duplexstahl | Üblicherweise ja | Enthält ferritische und austenitische Phasen |
| Austenitischer nichtrostender Stahl | Oft schwach oder vernachlässigbar | Kaltverformung und Werkstoffzustand können die Reaktion verstärken |
| Aluminium | Keine merkliche Anziehung durch einen gewöhnlichen Magneten | Paramagnetisch, die Reaktion ist jedoch sehr schwach |
| Kupfer | Keine merkliche Anziehung durch einen gewöhnlichen Magneten | Diamagnetisch und haftet normalerweise nicht am Magneten |
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Diese Tabelle ermöglicht keine Bestimmung der exakten Werkstoffgüte. Wenn eine Bestätigung der Werkstoffgüte erforderlich ist, werden weiterhin Lieferantendokumentation, Werkstoffzeugnisse, eine chemische Analyse oder ein anderes geeignetes Identifikationsverfahren benötigt.
Was bedeutet “magnetisch” eigentlich?
Im Alltag gilt ein Metall als magnetisch, wenn es an einem Kühlschrank- oder Werkstattmagneten haftet. In der Physik umfasst der Begriff mehrere unterschiedliche Reaktionsweisen von Werkstoffen.
| Begriff | Bedeutung | Was üblicherweise zu beobachten ist |
|---|---|---|
| Ferromagnetisch | Reagiert stark auf ein angelegtes Magnetfeld und weist magnetische Domänen auf | Deutliche Anziehung durch einen Handmagneten |
| Paramagnetisch | Reagiert schwach in Richtung eines angelegten Magnetfelds | Mit einem Handmagneten in der Regel keine wahrnehmbare Anziehung |
| Diamagnetisch | Zeigt eine sehr schwache Reaktion entgegen dem angelegten Magnetfeld | Im Alltag in der Regel keine wahrnehmbare Wirkung |
| Permanentmagnet | Behält eine technisch nutzbare Magnetisierung bei und erzeugt ein äußeres Magnetfeld | Kann geeignete ferromagnetische Werkstoffe anziehen |
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OpenStax University Physics klassifiziert Werkstoffe anhand ihres ferromagnetischen, paramagnetischen und diamagnetischen Verhaltens. Aluminium wird als paramagnetisch und Kupfer als diamagnetisch aufgeführt. Zudem wird erläutert, warum sich diese schwachen Reaktionen deutlich von der ferromagnetischen Anziehung unterscheiden.
Für technische Anwendungen muss die Anforderung eindeutig definiert werden. Ein Projekt kann Folgendes erfordern:
- Ein Bauteil, das von einem Magneten angezogen werden kann.
- Einen Werkstoff, der magnetisiert werden kann.
- Einen Permanentmagneten, der ein nutzbares Magnetfeld erzeugt.
- Einen vollständigen Magnetkreis, der im vorgesehenen Arbeitsabstand die erforderliche Kraft bereitstellt.
Diese Anforderungen hängen zusammen, sind aber nicht untereinander austauschbar.
Warum ziehen Eisen, Nickel, Kobalt und viele Stähle Magnete an?
Ferromagnetische Werkstoffe enthalten magnetische Domänen, die stark auf ein äußeres Magnetfeld reagieren können. Deshalb kann auch ein unmagnetisiertes Stahlbauteil von einem Permanentmagneten angezogen werden.
In der technischen Praxis sind Eisen, Nickel und Kobalt die bekanntesten ferromagnetischen Metalle. Viele eisenbasierte Legierungen sind ebenfalls ferromagnetisch, doch auch die Legierungszusammensetzung und das Gefüge sind entscheidend.
Daher darf nicht davon ausgegangen werden, dass sich jede Legierung mit Eisen, Nickel oder Kobalt gleich verhält. Der endgültige Werkstoffzustand muss berücksichtigt werden.
Sind alle Stähle und nichtrostenden Stähle magnetisch?
Nein. Viele Stähle werden von Magneten angezogen, doch nicht alle Stahlgüten und Güten nichtrostender Stähle reagieren gleich.
Kohlenstoffstähle und unlegierte Stähle reagieren in der Regel deutlich. Bei nichtrostenden Stählen ist das magnetische Verhalten komplexer, da es hauptsächlich vom metallurgischen Gefüge und vom Bearbeitungszustand abhängt.
Die Britischer Edelstahlverband erläutert, dass ferritische, martensitische und Duplexstähle sowie die meisten ausscheidungshärtenden nichtrostenden Stähle in der Regel stark auf einen Handmagneten reagieren. Austenitische nichtrostende Stähle reagieren im vollständig geglühten Zustand üblicherweise nur schwach.
Kaltverformung kann die magnetische Reaktion einiger austenitischer Edelstähle verstärken. Auch die Zusammensetzung und der Wärmebehandlungszustand sind von Bedeutung. Weitere Informationen finden Sie im BSSA-Leitfaden zu den Auswirkungen von Kaltverformung und Wärmebehandlung.
Daraus ergeben sich zwei praktische Regeln:
- Wenn ein Edelstahlteil an einem Magneten haftet, ist damit seine exakte Werkstoffgüte nicht nachgewiesen.
- Eine schwache magnetische Reaktion weist nicht automatisch nach, dass das Teil aus Edelstahl 304 oder 316 besteht.
Geschweißte oder stark bearbeitete Bereiche sollten anhand ihrer tatsächlichen Zusammensetzung und Bearbeitungshistorie beurteilt werden, nicht nach einer allgemeinen Regel.
Welche Metalle haften normalerweise nicht an einem Magneten?
Aluminium und Kupfer zeigen bei einem statischen Test mit einem handgeführten Magneten normalerweise keine wahrnehmbare Anziehung.
Aluminium ist paramagnetisch und reagiert daher schwach in Richtung eines angelegten Feldes. Kupfer ist diamagnetisch, sodass seine schwache induzierte Reaktion dem angelegten Feld entgegenwirkt. Keiner dieser Effekte erzeugt mit einem gewöhnlichen Permanentmagneten normalerweise eine nutzbare Haftkraft.
Aluminium kann durch andere physikalische Effekte mit veränderlichen Magnetfeldern wechselwirken. Dies unterscheidet sich von der gewöhnlichen statischen Anziehung und sollte gesondert im Zusammenhang mit Aluminium und Magneten behandelt werden.
Auch ein beschichtetes oder lackiertes Teil kann zu einem irreführenden Ergebnis führen. Unter einer dünnen Außenschicht können sich Stahl, ein Stahleinsatz oder eine andere ferromagnetische Komponente befinden.
Lässt sich ein Metall mit einem Magnettest identifizieren?
Ein Magnettest eignet sich für eine schnelle Vorprüfung, kann jedoch keine exakte Legierung bestimmen.
Verwenden Sie beim Vergleich von Teilen denselben kleinen Prüfmagneten, vergleichbare Kontaktbedingungen und bekannte Referenzproben. Schmutz, Beschichtungen, Krümmung, Dicke und verdeckte Einsätze können das Ergebnis beeinflussen.
| Prüfergebnis | Mögliche Bedeutung | Kein Nachweis für |
|---|---|---|
| Starke Anziehung | Möglicherweise ist ein ferromagnetischer Werkstoff oder eine verdeckte ferromagnetische Komponente vorhanden | Exakte Legierung oder Werkstoffgüte |
| Schwache Anziehung | Durch die Bearbeitung beeinflusster austenitischer Edelstahl, ein dünner ferromagnetischer Bereich oder ein anderes Mischgefüge | Eine bestimmte Edelstahlgüte |
| Keine wahrnehmbare Anziehung | Das Teil kann aus Aluminium, Kupfer, geglühtem austenitischem Edelstahl oder einem anderen nur schwach reagierenden Werkstoff bestehen | Exakte Zusammensetzung |
| Unterschiedliches Ansprechverhalten innerhalb eines Bauteils | Es können unterschiedliche Werkstoffe, Einsätze, Schweißbereiche, Beschichtungen oder verschiedene Verarbeitungsbedingungen vorliegen | Die Ursache ohne weitere Prüfung |
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Wofür sollte ein Magnettest eingesetzt werden?
| Magnettest einsetzen für | Nicht einsetzen für |
|---|---|
| Vorläufige Materialprüfung | Exakte Legierungszertifizierung |
| Erkennen eindeutig ferromagnetischer Teile | Bestätigung, ob 304 oder 316 vorliegt |
| Erkennen eines möglichen verdeckten Stahleinsatzes | Freigabe sicherheitskritischer Werkstoffe |
| Vergleich von Mustern unter einheitlichen Bedingungen | Vorhersage der Haftkraft der fertigen Baugruppe |
Verwenden Sie den Test zur Vorprüfung, nicht als Abnahmenachweis für eine Produktionsspezifikation.
Warum kann sich die magnetische Anziehungskraft in einer realen Baugruppe ändern?
Allein die Kenntnis, dass ein Zielwerkstoff ferromagnetisch ist, lässt keine Aussage darüber zu, welche Kraft eine fertige Baugruppe bereitstellt.
Für Einkäufer lautet die praktische Frage:
Kann dieser Zielwerkstoff bei der tatsächlichen Dicke und dem tatsächlichen Arbeitsluftspalt in der fertigen Baugruppe genügend nutzbare Kraft bereitstellen?
| Einflussgröße der Baugruppe | Warum diese Angabe wichtig ist | Anzugebende Informationen |
|---|---|---|
| Zielwerkstoff und Zustand | Unterschiedliche Stähle und Strukturen zeigen ein unterschiedliches Verhalten | Werkstoffgüte, Werkstofffamilie, Zertifikat oder Muster |
| Dicke des Zielmaterials | Dünner Stahl kann den nutzbaren Magnetkreis begrenzen | Tatsächliche Dicke und verfügbare Fläche des Zielmaterials |
| Arbeitsluftspalt | Luft, Lack, Klebstoff, Kunststoff und Beschichtungen trennen den Magneten vom Zielmaterial | Gesamter nichtmagnetischer Spalt |
| Oberflächenebenheit | Gewölbte, raue, rostige oder unebene Oberflächen verringern den wirksamen Kontakt | Technische Zeichnung oder Muster der Oberfläche |
| Magnetgeometrie | Durchmesser, Länge, Dicke und Polfläche beeinflussen die Feldverteilung | Verfügbarer Einbauraum |
| Magnetisierungsrichtung | Die Polausrichtung muss mit der Wirkfläche übereinstimmen | Erforderliche Wirkfläche und Einbaulage der Baugruppe |
| Rückschluss aus Stahl oder Gehäuse | Eine sachgerecht ausgelegte ferromagnetische Struktur kann den magnetischen Fluss umlenken | Gehäusewerkstoff, Abmessungen und Anordnung |
| Belastungsrichtung | Direktes Abziehen, Verschieben und Abschälen an der Kante stellen unterschiedliche Anforderungen | Lastrichtung und Einbaulage |
| Einsatzbedingungen | Temperatur, Vibrationen, Stöße und Korrosion können die Eignung beeinflussen | Tatsächliche Einsatzumgebung |
| Abnahmeverfahren | Von Lieferanten angegebene Abreißkräfte können auf unterschiedlichen Prüfbedingungen beruhen | Erforderlicher Prüfaufbau und Abnahmekriterien |
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Eine Beschichtung, ein Luftspalt oder eine unebene Oberfläche kann die nutzbare Abreißkraft reduzieren. Auch dünner Stahl als Gegenstück kann die Leistung begrenzen; die Auswirkung hängt jedoch von der Magnetgeometrie, dem Werkstoff des Gegenstücks und dem gesamten Magnetkreis ab.
Fachliche Prüfhinweise zeigen, dass die Stahldicke und die Kontaktbedingungen die Abreißkraft wesentlich verändern können. Außerdem wird davor gewarnt, berechnete Werte oder Katalogwerte anstelle von Anwendungstests heranzuziehen. Siehe die Hinweise von K&J Magnetics zur Stahlstärke.
Ein sachgerecht ausgelegter ferromagnetischer Rückschluss oder ein entsprechendes Gehäuse kann mehr magnetischen Fluss auf eine Wirkfläche lenken. Dies geschieht nicht automatisch; Geometrie und Werkstoff müssen einen geeigneten Magnetkreis bilden.
Ein Magnet, der bei direkter Zugbelastung gute Ergebnisse erzielt, kann sich unter Verschiebe- oder Kantenschälbelastung anders verhalten. Der Verschiebewiderstand hängt außerdem von Reibung, Oberflächenzustand und mechanischer Abstützung ab.
Welche Angaben werden für ein magnetisches Halte- oder Abscheideprojekt benötigt?
Bevor Sie einen Magneten oder eine Magnetbaugruppe auswählen, stellen Sie folgende Informationen bereit:
- Werkstoffgruppe und Güte des Zielmaterials, sofern bekannt.
- Werkstoffzustand oder bisherige Bearbeitungsschritte.
- Dicke des Zielmaterials und verfügbare Kontaktfläche.
- Beschichtungen, Lack, Klebstoff, Kunststoff oder sonstige Arbeitsluftspalte.
- Oberflächenform, Ebenheit, Rauheit und Korrosionszustand.
- Verfügbarer Bauraum für Magnet und Gehäuse.
- Erforderlicher Arbeitsabstand.
- Erforderliche Kraft und Lastrichtung.
- Ob es sich um direkten Zug, Gleit-, Schäl-, Hebe- oder Trennbelastung handelt.
- Betriebstemperatur und Umgebungsbedingungen.
- Anforderungen hinsichtlich Vibration, Stoßbelastung, Bewegung oder wiederholter Zyklen.
- Technische Zeichnung, Muster, Skizze oder Baugruppenlayout.
- Erforderliches Validierungsverfahren und Abnahmebedingungen.
Geben Sie bei der Magnetabscheidung außerdem Materialfluss, Art der Verunreinigung, erwartete Partikelgröße, Arbeitsabstand und Reinigungsmethode an. Ein Magnettrommelabscheider oder eine andere Magnetstruktur muss anhand des tatsächlichen Prozesses bewertet werden, statt ausschließlich nach der Magnetgüte ausgewählt zu werden.
Wann ist die Prüfung eines kundenspezifischen Magneten oder einer Magnetbaugruppe erforderlich?
Für eine grundlegende Werkstoffprüfung kann ein einfacher manueller Test ausreichen. Nicht ausreichend ist er bei Projekten mit definierter Haftkraft, begrenztem Bauraum, einem Arbeitsluftspalt, dünnem Gegenmaterial aus Stahl, ungewöhnlicher Lastrichtung oder einem komplexen Stahlgehäuse.
Osenc kann Zeichnungen, Muster, Skizzen und Anwendungsanforderungen für kundenspezifischen Neodym-Magneten und Magnetbaugruppen prüfen. Dabei können Magnetgeometrie, Magnetgüte, Magnetisierungsrichtung, Beschichtung, Gegenmaterial, Arbeitsluftspalt und Aufbau des Magnetkreises berücksichtigt werden.
Eine höhere Magnetgüte ist nicht automatisch die richtige Lösung. Geometrie, Gegenmaterial, verfügbare Polfläche, Temperatur, Baugruppenkonstruktion, Kosten und Validierungsanforderungen müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
Projekte können auch mit geeigneten Mustern oder Prototypen von Neodym-Magneten beginnen, bevor die Serienfertigung anläuft. Die tatsächlich erzielte Kraft muss unter vereinbarten Prüfbedingungen validiert werden.
Häufig gestellte Fragen
Welche drei magnetischen Metalle kommen am häufigsten vor?
Eisen, Nickel und Kobalt sind die drei bekanntesten ferromagnetischen Metalle im allgemeinen technischen Einsatz. Viele Legierungen auf Basis dieser Elemente können ebenfalls magnetisch sein; ihr magnetisches Verhalten hängt jedoch von ihrer Zusammensetzung und Struktur ab.
Ist Stahl magnetisch?
Die meisten Kohlenstoff- und Weichstähle werden deutlich von Magneten angezogen. Nichtrostende Stähle verhalten sich jedoch je nach Werkstoffgruppe und Verarbeitungszustand unterschiedlich.
Ist Edelstahl magnetisch?
Einige nichtrostende Stähle sind magnetisch, während andere kaum angezogen werden. Ferritische, martensitische und Duplex-Edelstähle sind in der Regel magnetisch, während vollständig geglühte austenitische nichtrostende Stähle häufig nur schwach reagieren.
Ist Aluminium magnetisch?
Aluminium ist paramagnetisch, haftet jedoch normalerweise nicht an einem gewöhnlichen Permanentmagneten. Seine magnetische Reaktion ist zu schwach, um bei einem üblichen statischen Test spürbar zu sein.
Ist Kupfer magnetisch?
Kupfer ist diamagnetisch und haftet normalerweise nicht an einem Magneten. Eine deutlich erkennbare Anziehung kann auf einen Stahleinsatz, Verunreinigungen, eine Beschichtung oder einen anderen Werkstoff im Bauteil hindeuten.
Lässt sich die Metallgüte mit einem Magnettest bestimmen?
Nein. Es kann Werkstoffe anhand ihres allgemeinen magnetischen Verhaltens unterscheiden, aber eine genaue Legierung oder Edelstahlgüte nicht zuverlässig bestimmen.
Bedeutet eine stärkere Anziehungskraft, dass das Metall mehr Eisen enthält?
Nicht unbedingt. Die Anziehung hängt von der Mikrostruktur, der Zusammensetzung, der Dicke des Zielmaterials, dem Verarbeitungszustand, der Magnetgeometrie und dem Versuchsaufbau ab.
Garantiert ein magnetisches Metall eine hohe Haftkraft?
Nein. Das Gegenmaterial ist nur ein Bestandteil des Magnetkreises. Arbeitsluftspalt, Dicke und Oberflächenbeschaffenheit des Gegenmaterials, Magnetgeometrie, Gehäuse und Belastungsrichtung beeinflussen die nutzbare Kraft.
Besprechen Sie Ihre Magnetanwendung mit Osenc
Die Auswahl eines magnetischen Gegenmaterials ist nur der erste Schritt. Die endgültige Konstruktion muss für die tatsächliche Dicke des Gegenmaterials, den Spalt, die Oberfläche, die Lastrichtung, den verfügbaren Bauraum und die Betriebsbedingungen ausgelegt sein.
Osenc kann Ihre technische Zeichnung, Ihr Muster oder Ihre Anwendungsanforderungen vor der Mustervalidierung prüfen. Ziel ist es, Magnet und Magnetkreis auf die tatsächliche Anwendung abzustimmen, statt einen Magneten ausschließlich nach seiner Güte auszuwählen.
Wenden Sie sich an Osenc und übermitteln Sie Angaben zu Gegenmaterial, technischer Zeichnung, Arbeitsabstand, erforderlicher Kraft, Lastrichtung und Betriebsumgebung.
Technische Prüfung anfordern
Ben — Osenc
Ben verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Permanentmagnetindustrie und arbeitet seit 2019 mit Osenc zusammen. Sein Schwerpunkt liegt auf kundenspezifischen NdFeB-Magneten, magnetischem Zubehör und Magnetbaugruppen.
Er unterstützt Kunden dabei, Anforderungen an Werkstoff, Beschichtung, Magnetisierung, Prüfung und Produktion eindeutig festzulegen. Dadurch werden Missverständnisse in der Kommunikation und unnötige Iterationen bei der Musterfertigung reduziert.


